Die Vereinsgeschichte begann mit der langjährigen Organisation und Durchführung des Pfingstfestes und des Kinder, -und Heimatfestes aus DDR-Zeiten, in unserer Gemeinde. Die jungen Muttis und Vatis unseres Dorfes waren schon immer bestrebt die alten Traditionen unserer Vorfahren zu erhalten. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands schlief das Pfingstfest in unserem Dorfe ein. Lediglich das Kinderfest wurde noch von den Muttis und Vatis erhalten. 1995 rief dann die damalige Jugend unseres Dorfes unter der Leitung von Steven Koch das erste Osterfeuer ins Leben. Dadurch gestaltete die Jugend das erste Osterfest für jung und alt in unserer Gemeinde. Die Pfingstburschen schlossen sich 1997 erstmals nach der Einheit Deutschlands wieder zusammen und richteten das traditionelle Pfingstfest in unserer 200 Seelen Gemeinde aus. Mit regem Interesse meldeten sich auch junge Burschen aus anderen Orten für dieses Traditionsfest an. Es existierten also drei Gruppen in unserem Dorf, welche sich für das kulturelle Erbe unseres Dorfes engagierte. Im Zuge der marktwirtschaftlichen Entwicklung war es finanztechnisch notwendig Steuerforderungen der Behörden zu erfüllen um unsere Feste weiter durchführen zu können. Also kam der Vorschlag auf einen Verein zu gründen, um alle drei Gruppierungen unter ein Dach zu bekommen. Da aber die Vergangenheit und die Wende alte Unterlagen über frühere Vereine im Dorf für sich behielten, konnte niemand nachweisen, dass es die Möglichkeit gab den damaligen Gesellschaftsverein wieder ins Leben zu rufen. Ein neuer Name musste also her. Am 12. Dezember 1997 fanden sich also alle Mitglieder der drei Gruppierungen im Gemeindesaal zu Ebersroda zusammen und gründeten den „ Freizeit-, und Traditionsverein“ welcher amtsrechtlich in das Vereinsregister eingetragen werden sollte um den Zusatz e.V. tragen zu dürfen. Unter der Leitung von Herrn Brinke wurde also ein Vorstand gegründet, eine Satzung nach bundesdeutschem Recht verfasst. Die Unterlagen wurden dann solange zu den Behörden geschickt bis auch das letzte Wort in der Satzung am richtigen „Amtsfleck“ saß. Der Gründervorstand setzte sich wie folgt zusammen: 

Vorsitzender : Uwe Brinke und Chef der Pfingstburschen

Vorsitzender : Andrea Brinke und Chef der aktiven Bürgerschaft

Vorsitzender : Steven Koch und Chef des Jugendclub „ The Outlaws“

Dazu vom jeder Gruppierung ein Kassierer und ein Hauptkassierer. Ein Schriftführer und einen Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit. Der Vorstand bestand also aus 8 Mitglieder und es war sehr schwer den Verein mit seinen stolzen 48 Mitgliedern zu leiten und zu führen. Diese Hürde war geschafft. Nun tauchte die nächste Herausforderung für den frisch gebackenen Verein auf. Wohin mit all den Mitgliedern? Wo versammeln wir uns? In welchen Räumlichkeiten richten wir unsere Arbeit aus? Wo kommt das Büro hin? Plötzlich tauchten diese Fragen der Unterbringung auf. Wir hatten das Glück, dass auf Grund der Stilllegung des alten Backhauses, welches bis 1994 den Dorfkonsum beherbergte, ein Gebäude der Gemeinde eigentlich leer stand. Kurzer Hand wurde also beim Gemeinderat der Antrag auf Umbau und Nutzung als Vereinshaus gestellt. Durch das Entgegenkommen unserer Gemeinde konnten nun die Vereinsmitglieder und andere freiwillige des Dorfes mit dem Umbau beginnen. Viele fleißige Hände begannen nun damit Wände rauszureißen, den ungenutzten Boden neu zugestalten und vieles mehr. Das Projekt dazu erstellte uns der Projektant Hans Apel aus Mücheln und die finanziellen Mittel für das Baumaterial stellte uns die Gemeinde zur Verfügung. Mit der Fertigstellung zum Männertag 1999 war der Stolz in allen Augen zu sehen, welche sich hier monatelang schafften und einen selbstlosen Einsatz fast täglich in dieses Haus investierten. Nun konnten also die folgenden Mitgliederversammlungen, Bastel,-und Skatabende, Pfingst,-und Heimatfeste gefeiert werden. Durch den modernen Status der Sanitären Einrichtungen waren wir auch jeden Auflagen der Gewerbehüter gewachsen. In der Satzung des Vereins wurde auch festgelegt, das der Vorstand aller drei Jahre neu gewählt werden soll und dies zu Protokoll in einer ordentlichen Mitgliederversammlung für die Geschichte dokumentiert werde. Im Laufe der Zeit formte sich der Verein mit seinen Mitgliedern und seiner Geschäftsleitung allmählich in die heutige Struktur, die also im Jahre 2005 wie folgt lautet. Die Jugend hat sich in ihre Selbstverwaltung zurückgezogen, und die Pfingstburschen sind mit der aktiven Bürgerschaft fusioniert.Daraus entstand ein wichtiger finanzieller und verwaltungstechnischer Vorteil für unseren Verein. Der Vorstand besteht nur noch aus einem Vorsitzenden, einem Stellvertreter, einem Hauptkassierer, einem Schriftführer und einem Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein ist mittlerweile 35 Mitglieder stark und zählt alle die, welche auch wirklich aktiv für die Gesellschaft ihren kulturellen Beitrag mit Freude erfüllen wollen. Mit diesem Verein wird nun also alljährlich das Pfingstfest, das Kinder,-und Heimatfest, das Weihnachtsbasteln, der eine oder andere Arbeitseinsatz und viele andere nutzbringende Tätigkeiten durchgeführt.

Darauf können wir alle stolz sein.

Uwe Brinke